07.04.2010 SPD kritisiert Projektmanagement beim Bau der Elbphilharmonie
(07.04.2010) Die Hamburger SPD hat das Krisenmanagement der Hamburger Landesregierung beim Bau der Elbphilharmonie scharf kritisiert. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, wirft der SPD-Haushaltsexperte Peter Tschentscher Bürgermeister Ole von Beust sowie den Hamburger Behörden vor, u.a. das Projektmanagement beeinflusst und dadurch zusätzliche Kosten verursacht zu haben.
Die Online-Ausgabe der Welt zitiert Tschentscher, dass es "schon sehr früh Hinweise auf Kostensteigerungen, Bauzeitverzögerungen und Projektänderungsmeldungen gegeben hat". Diese Informationen seien allerdings zurückgehalten worden. Inzwischen hat die Hamburger SPD-Fraktion einen Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) eingerichtet, der sich mit den Kostensteigerungen und Verzögerungen beim Bau der Elbphilharmonie beschäftigen wird.
Die schwarz-grüne Regierung reagierte entspannt auf die Ankündigung der SPD. "Wir sind sehr gelassen, was einen PUA Elbphilharmonie angeht", sagte CDU-Fraktionschef Frank Schira gegenüber dem Abendblatt. Und Jens Kerstan, Fraktionschef der Grünen, erklörte gegenüber der Welt: "Seit wir mitregieren, haben wir die Kosten für die Elbphilharmonie sehr genau in den Blick genommen und auf Änderungen bei der Projektsteuerung gedrungen." Die Stadt als Bauherr sei nun wesentlich professioneller aufgestellt.
Seit dem Start des Projekts verdreifachten sich die Kosten von 150 Millionen Euro auf etwa 450 Millionen Euro. Die für 2012 geplante Eröffnung des Konzertbetriebs ist aufgrund der Bauverzögerungen unwahrscheinlich. (mz)
Weitere Informationen: Hamburger Abendblatt www.abendblatt.de; Welt Online www.welt.de
Quelle: www.projektmagazin.de